Ken Folletts Die Säulen der Erde – Buch 1

Ken Folletts Die Säulen der Erde – Buch 1 ist eines der Spiele, die ich persönlich am schwersten bewerten kann. Denn Spiele, die auf einer Vorlage basieren, können auf zwei verschiedene Arten bewertet werden. Auf der einen Seite ob das Spiel der Vorlage gerecht wird und auf der anderen Seite ob es an sich ein gutes Spiel geworden ist. Da ich leider die Buchvorlage nicht kenne kann ich hier nur das Spiel bewerten und das finde ich etwas schwierig. Aber zunächst zum Spiel:

Ken Folletts Die Säulen der Erde – Buch 1 ist ein lineares „Point and Klick“ Abenteuer von Daedalic, welche bereits mit Depoina gezeigt haben, dass Sie dieses Gerne sehr gut umsetzen können. Das Spiel basiert auf dem Bestseller „Die Säulen der Erde“ und das erste Buch umfasst die ersten sieben Kapitel (mit Prolog). Die Geschichte wirkt sehr gelungen und auf die grundlegenden Spielmechaniken angepasst. Gerade einige Entscheidungen haben bei mir immer einen gewissen Nerv getroffen. So wird jede Entscheidung in den folgenden aufgegriffen und wieder ins Bewusstsein zurückgebracht. Deshalb ein Tipp von meiner Seite: Entscheidet nach Eurem Gefühl und nicht nach der besten Entscheidung.

Durch diese Entscheidungsfreiheit ist der Wiederspielwert sehr hoch, da andere Entscheidungen die Geschichte minimal abändern bzw. erleichtern oder erschweren könnte. Der „rote Faden“ bleibt allerdings vorhanden. Trotz dessen sind einige Entscheidungen sehr knifflig und machen das Spiel zu einer sehr guten Geschichte.

Die Optik ist zudem wirklich gut gelungen. Der Comic-Still wirkt hochwertig und sehr passend für das Thema. Außerdem sind die Zwischensequenzen an die Optik des Spieles angepasst, was nicht nur für eine gute Immersion, sondern auch für eine gute Atmosphäre sorgt. Das einzige Problem ist hier, dass einige Szenen komisch wirken, da durch die geringe Animation (welches allerdings auch zum Comic-Still passt) die Immersion etwas schwächer wird, was allerdings nach einer Zeit verschwindet. Man „gewöhnt“ sich an diesen Still.

Die Audio ist auch wirklich gelungen. Von guter Hintergrundmusik bis hin zu verschiedenen Geräuschen. Auch die Synchronsprecher sind gut gewählt, wobei ich es an einigen Stellen komisch fand bereits bekannte Stimmen wiederzuerkennen.

Auch die Performance ist wirklich gut. Das Spiel läuft auch auf älteren Geräten wirklich flüssig und es kommt selten bis gar nicht zu Performanceeinbrüchen. Allerdings sind mir während des Spielens kleinere Bugs aufgefallen, die hoffentlich zum Release gefixt werden.

Ken Folletts Die Säulen der Erde – Buch 1 ist eines der Spiele die ich persönlich am liebsten spiele. Denn dieses Spiel versucht eine Geschichte zu erzählen, die der Spieler selbst ein Stück weit mitbeeinflussen kann. Klar, die komplette Geschichte kann ich jetzt zwar nicht beeinflussen, aber die kleineren Sachen, so finde ich, reichen für ein erneutes Durchspielen, da mich einige Entscheidungen und deren Alternative sehr interessieren. So ärgert mich bis heute eine Stelle, wo ich einfach nicht weit genug gedacht habe. Daher kann ich dieses Spiel klar weiterempfehlen. Da bis zu diesem Zeitpunkt das Spiel noch nicht im Handel verfügbar ist bzw. noch kein konkreter Preis feststeht, möchte ich noch keine eindeutige Kaufempfehlung festlegen. Hierzu werde ich zum Release das Review anpassen und ein EXE-News veröffentlichen. Ken Folletts Die Säulen der Erde – Buch 1 erscheint am 15. August 2017 (Laut der Steam Seite) für PC, Mac, Linux, PlayStation 4 und Xbox One.

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