Life is Strange: Before the Storm

Life is Strange: Before the Storm ist das Prequel zu Life is Strange und spielt drei Jahre vor den Geschehnissen des Hauptspiels. Es wurde allerdings von Deck Nine anstatt von DONTNOD entwickelt, weshalb auch einige Diskrepanzen zum Hauptspiel auftreten. Es basiert es auf der Unity engine und bietet vor allem bessere Gesichtsanimationen als das Hauptspiel. Bewegungen wie beispielsweise laufen oder tanzen wirken allerdings sehr unnatürlich und wurden im Hauptspiel teils besser umgesetzt.

Im Gegensatz zum Hauptspiel schlüpft der Spieler hierbei in die Rolle von Chloe Price und hat daher auch keine Möglichkeit seine Entscheidungen rückgängig zu machen, sondern kann stattdessen durch trotzige Widerworte in Dialogen seinen Willen durchsetzen. Dies ist meistens wie eine Art schlechtes Rap-Battle, wobei die Sätze des Gegenübers gekontert werden müssen. Zudem können an verschiedenen Orten Graffitis gemalt werden, welche sich der Spieler auch aussuchen kann.

Um nicht zu viel zu spoilern, lässt sich die Handlung als rebellische Teeniephase zusammenfassen, wobei vor allem auf die Beziehung zwischen Chloe Price und Rachel Amber sowie die Nachfolgen des Autounfalls ihres Vaters eingegangen wird. Ebenso wie im Hauptspiel haben die meisten Entscheidungen mehr oder minder schwere Folgen für die Handlung. Insgesamt bietet es in der Standardedition drei Episoden, welche sehr kurz sind und daher insgesamt zwischen sechs bis neun Stunden Spielzeit gewähren. In der „Deluxe Edition“ gibt es neben drei weiteren Outfits eine Bonusepisode, welche noch weiter zurück in der Vergangenheit über die Freundschaft zwischen Max Caulfield und Chloe Price handelt und dem Spieler ein letztes Mal erlaubt, als Max Caulfield zu spielen. Ob die „Deluxe Edition“ ihren Aufpreis wert ist, muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden, da die Bonusepisode noch kürzer ist und Entscheidungen dem Spieler nach der Episode nicht angezeigt werden. Insgesamt ist das Prequel sehr durch das Hauptspiel in seiner Handlungsfreiheit beschränkt, wodurch auch viele Entscheidungen im Gegensatz zum Hauptspiel kaum einen wirklichen Einfluss auf die Story haben. Daher ist es wirklich nur ein kleines Spiel, um seinen Lieblingscharakteren nochmals Lebewohl zu sagen.