Ready Player One – Die Trailer

Um eines direkt vorwegzunehmen: Wir sind große Fans des Buches und dementsprechend fühlen wir uns auch etwas angegriffen, wenn der Trailer etwas zeigt, was in keinerlei Hinsicht mit der Buchvorlage übereinstimmt. Daher finden wir auch Fehler, wo der normale Besucher des Filmes sie nicht findet bzw.finden wir auch bereits Fehler oder falsche Entscheidungen der Macher in den Trailern. Nichtsdestotrotz lasst euch den Spaß an den kommenden Film nicht nehmen und genießt ihn auch. Trotzdem möchten wir euch das Buch ganz besonders ans Herz legen und dabei erläutern, wieso Ready Player One als Film überhaupt nicht funktionieren kann bzw. wir das anhand des Buches denken. [Ab hier gilt auch akute Spoilerwarnung für jeden, der das Buch noch nicht gelesen hat]

Zunächst ist es die gesamte Geschichte des Filmes, die durch die Trailer falsch dargestellt wird. Aus den Trailern kann man den Eindruck bekommen, dass der Protagonist sich in der echten Welt mit anderen Spielern verbündet, um zusammen den großen Antagonisten des Filmes zu bezwingen, der sich das Erbe Hallidays sichern will. Dies widerspricht dem Buch in dem Punkt, dass sich die Hauptcharaktere bis zum Ende des Buches nicht einmal in der wirklichen Welt treffen. Daher kann die Szene, wo sich die beiden Protagonisten treffen und der Satz „Willkommen in der Rebellion“, so keinen Sinn machen, da sie dem Buch komplett widerspricht. Auch das er bereits einen Anzug besitzt, während er sich auf dem Schrottplatz in die OASIS einloggt, macht keinen Sinn, da er zu dem Zeitpunkt nur die Brille und minimale Eingabegeräte besitzt. Außerdem ist zu keinem Zeitpunkt im Trailer Wade mit einer Glatze zu sehen. Ob dies noch kommt ist fraglich, da er zu der Zeit auf dem Schrottplatz bereits haptisch alles erfühlen kann.

Auch ein großer negativer Punkt ist die referenzierte Popkultur. Es werden wenige Charaktere aus den 80er-Jahren gezeigt, sondern eher die moderneren wie zum Beispiel Tracer aus dem aktuellen Spiel Overwatch. Dies passt auch keineswegs in den Kontext des Buches, da Halliday in den 80er-Jahren aufgewachsen ist und daher seine Rätsel und sich der gesamte Kosmos um eben diese Generation dreht. Ebenso ist es fraglich, ob sich jemand 2044 (Nicht 2045, wie es die Trailer fälschlicherweise implizieren) überhaupt noch beispielsweise an Overwatch erinnert, da laut dem Roman zu dieser Zeit alle Teenies wieder die 80er-Jahre Popkultur ihrer Großeltern aufleben lassen.

Zum Schluss bleibt uns noch zu sagen, dass die bisherigen Trailer eine große Enttäuschung sind. Wir werden uns dennoch den Film im Kino ansehen, da wir auf einen guten Film hoffen, aber die Trailer sehen bisher nicht danach aus. Eher wirkt der Film auf unsere moderne Popkultur angepasst, was ich persönlich einfach nur bitter finde. Dementsprechend finde ich auch, dass Ready Player One nicht verfilmt gehört, da viele Bestandteile einfach nur als Buch funktionieren. Es obliegt unserem Verstand sich die Welt der OASIS vorzustellen und dabei ihre Probleme näher kennenzulernen.