Shovel Knight

Shovel Knight ist ein Spiel, dass sich sehr stark an Klassikern der alten Nintendo Zeiten, wie zum Beispiel Duck Tales oder auch Mega Man. Also ist es auch kein Wunder, dass Shovel Knight als Kickstarter Projekt mehr als 300.000 US Dollar sammeln konnte und damit zurzeit auf den meisten Plattformen vertreten ist. Sowohl PC, Mac und Linux Nutzer als auch 3DS, Wii U, Playstation 3, Playstation 4, Playstation Vita, Xbox One und neuerdings Switch Besitzer erfreuen sich an diesem Spiel. Doch was macht Shovel Knight so besonders und die wichtigste Frage: Lohnt es sich?

Die Geschichte von Shovel Knight ist schnell erzählt. Der namensgebende Shovel Knight (zu Deutsch: Schaufelritter) will mit seiner Gefährtin „Shield Knight“ (zu Deutsch: Schildritter) das Böse bekämpfen. Sie beschritten bereits viele Abenteuer, doch am letzten Punkt ihrer Reise, der Turm des Schicksals verlieren beide den Kampf und Shield Knight wird zur bösen Zauberin. Shovel Knight schwört sich daraufhin Sie zu retten und damit beginnt dann auch das Spiel. Die Geschichte wird während der gesamten Spielzeit nach und nach mit verschiedenen Charakteren ergänzt. Die Geschichte wird auch durch die Inszenierung sehr authentisch. Shovel Knight bringt zwar keine neuen Ansätze, aber das Grundgerüst der Geschichte ist solide und durch aus sehr gut umgesetzt.

Das Hauptaugenmerk ist dennoch die Spielmechanik des Spieles. Hier setzt man glasklar auf die bekannten Klassiker wie Duck Tales und Mega Man. So besitzen alle Level einen Boss Kampf (wie Mega Man) und die Art der Waffe (also der Schaufel) ist ähnlich zum Stock von Dagobert Duck aus Duck Tales. Hier wurde bereits auf Basierendem aufgebaut, was auch nichts Neues darstellt, aber sehr gut umgesetzt wurde. Dazu wurde die Spielmechanik noch um ein paar Features, wie das Aufrüsten der Waffe und Rüstung erweitert. Auch gibt es optionale Waffen wie einen Feuerstab oder Wurfhaken. Die Levelstruktur ist im höchsten Maße beeindruckend. Selten habe ich ein Spiel erlebt, welches durch abwechslungsreiche Level beeindrucken kann. In jedem Level sind neue Elemente enthalten, wodurch sich alle Level grundlegend unterscheiden. Auch die Boss-Kämpfe sind fordernd und teilweise braucht es seine Zeit, bis ein Boss endlich besiegt ist. Auch gibt es keinen Game Over, sondern verliert man beim Sterben einen gewissen Anteil seines Geldes, denn der Spieler selbst noch einsammeln kann. Hier kann der Spieler selbst durch seine Fertigkeiten weiterkommen und nicht durch pures Glück.

Die Optik des Spieles ist eine Sache für sich. Shovel Knight präsentiert hier den (meiner Meinung nach) besten „Pixel Art“ Style der letzten Jahre. Das komplette Spiel glänzt mit dieser Optik und alle Level sehen teilweise echt schön und detailreich aus. Klar basiert auch die Optik an den klassischen Vorgängern, aber dies wurde nicht nur echt gut eingefangen, sondern auch modern erweitert. Der Soundtrack des Spieles ist auch solide. Er fällt zwar nicht besonders auf (Sprich keine prägnanten Lieder), aber er ist sehr passend und passt hier auch zu jedem Level.

Shovel Knight besitzt neben der Hauptgeschichte noch die Möglichkeit das komplette Spiel mit zwei anderen Charakteren durchzuspielen. Beide besitzen ein komplett anderes System und die Level werden dementsprechend angepasst. Trotzdem ist man mit der Hauptstory minimal Sechs Stunden beschäftigt. Shovel Knight kostet zurzeit (durchschnittlich) 25 Euro auf den jeweiligen Plattformen. Ob sich die 25 Euro lohnen ,muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich persönlich wurde allerdings auf einen Steam Sale warten und das Spiel für 15 bis 20 Euro kaufen. Trotz dessen ist Shovel Knight eines der besten Spiele, die ich in den letzten Wochen spielen durfte und deshalb bekommt es definitiv eine Empfehlung für alle die, die damals schon auf dem NES gespielt haben und für alle die diese Zeit nachholen wollen. Denn dafür ist Shovel Knight bestens geeignet.